Heihei alle sammen,
Endlich mal wieder ein kleiner Beitrag von uns!
Also zu allererst waren wir am Freitag Abend am Fjord mit ein paar Freunden unserer Gastfamilie grillen. Das Wetter war wunderbar und das Essen auch! Hier ein Bild von unserer Grillgesellschaft:
Unser Essen und unser kleines, aber feines (und vor allem ausreichendes) Lagerfeuer:
Da die Sonne nie untergeht konnte man auch wunderschön am (naja so halbwegs) Sand/ (und eher) Kies-Strand spazieren gehen (was wir "jüngeren" dann auch getan haben):
Immer dabei, wenn Gesine und Jörg mit uns unterwegs sind ist der treue Begleiter Tappsi, den Christoph schon ganz besonders ins Herz geschlossen hat:
Am Tag danach ging es für uns zum Shoppen nach Heia, dem Sami-Camp. Was wir gekauft haben bleibt unser schönes Geheimnis, da vieles davon Geschenke für unsere Liebsten waren ;) :
Nach einem kurzen Abstecher zum grad genannten Sami-Dorf, ging es dann nach Tennes, wo es Steinmalereien zu bewundern gab. Eigentlich waren sie nicht so spannend, jedoch müssen wir das hier ja etwas werbend schreiben und es positiv ausschmücken um euch als potentielle Touristen anzulocken. Hier das schönste der (leider ziemlich klein geratenen) Malereien :D :
Ultimativ war auch die Info-Tafel, die es an diesem historischen und durchaus wunderbaren Ort zu bewundern galt. Ja es gab ganz genau EINE Tafel auf 3 Sprachen für 2 Steine, die total stinklangweilig waren. Und weil wir dieses total stinklangweilige miterleben MUSSTEN, müsst ihr es nun auch:
Aber da ich nicht mies bin kommt hier nun netterweise die phänomenale, atemberaubende Übersetzung dieses Meisterwerkes:
"Datierung:
Die Steinmalereien in Kirkely wurden früh im 20. Jahrhundert entdeckt und dokumentiert. 2010 wurden weitere Malereien entdeckt, die von Sand bedeckt waren. Einige dieser Malereien sind im Laufe der Jahre sehr durch Dreck und Wasser beschädigt worden. Im Umkreis gibt es ebenfalls Figuren, die neugehauen aussehen, jede Spur des in die Wand schlagens ist deutlich zu sehen. Die Malereien wurden in den Berg gehauen, welcher an der Kante zum Wasser lag. Das Meer hat dann über lange Zeit über die Malereien gewaschen und die Malereien beschädigt. So wurden dann neue Malereien am selben Platz in die Wand gehauen, welche aber von Sand bedeckt wurden, vermutlich aufgrund einer kräftigen Sturmflut. Kirkely, welches nun 18 Meter über dem Meeresspiegel liegt, lag vor ca 7000 Jahren an der Kante zum Wasser. Ausgehend hiervon werden die Malereien auf 4900 vor Christus datiert."
Soweit so gut meine etwas laienhafte 0815 Übersetzung. Aber wie gesagt, lasset uns lieber schnell dieses eher langweilige Thema verlassen :D
Nach diesem, bis dahin erlebnisreichen, Tag haben wir uns ein Softeis gegönnt (laut Fredi das beste Norwegens!!! Und es ist wirklich lecker :D). Ich habe nun endlich kapiert, dass die Norweger zu beschränkt sind um "Fargete Strøssler" (so wie es sogar auf der verdammten Verpackung dieser verdammten Streusel steht) zu verstehen und habe mein Eis Norwegergerecht als "én softis med Tutti-Frutti" bestellt. (Ein Soft-Eis mit "Tutti-Frutti"). Auf besonderen Wunsch meiner Freundin kommt hier nun ein Bild dieses delikaten Hochgenusses (was ausnahmsweise mal keine Ironie in diesem Beitrag ist):

Heute ging es dann auf zu einer Wanderung. Naja Christoph ist zu Hause geblieben und ich habe mich mit Jörg und Gesine auf Wanderschaft begeben. Ziel war es, den "kleinen Nachbar" des stor Rossetind zu erklimmen (Christoph nennt den Rossetind immer "Mount Gigantos", nur so als Orientierung). Jedoch ist die Ausschilderung (die faktisch nicht vorhanden ist) derart schlecht, dass wir uns eher auf Wanderschaft durch das Markenesdal begeben haben. Auf dem Weg gab es auch sehr sehr viele Wasserfälle zu bestaunen. Hier einer der schönsten:
Da die Wanderung durch das Markenesdal zwangsweise auch bergauf führt, hatten wir auch so eine schöne Aussicht auf den Fjord, welche jedoch ein wenig durch den dichten Wald eingeschränkt wurde:

Ziel unserer Wanderung war dann eine kleine Hütte im Markenesdal, in der man Rast machen konnte und vor der es sogar 2 Feuerstellen gab. Hier konnte man sich auch in das "turbok" eintragen, ein Buch, in dem jeder vorbeischauende Wanderer seine Grüße hinterlassen kann. Wir haben uns natürlich auf deutsch verewigt. Anbei zu dieser kleinen Hütte (die übrigens sehr gut wind- und witterungsgeschützt war, wodurch man sogar dort übernachten könnte) gab es ein kleines Plumpsklo (ohne plumps, sprich ohne Loch. Das System beruht darauf, dass beim nächsten Regen alles drunter weggesüplt wird). Das Klo war sehr sehr sauber, was wohl daran liegt, dass gefühlte 40 Wanderer im Jahr durch das Markenesdal wandern (im turbok standen zu 50% immer dieselben Namen, also so etwas wie Stammgäste). Hier ein Bild des Klos mitten im Nichts:

So das war's dann auch erstmal. Ab morgen wird wieder gearbeitet und Montag in einer Woche Nachmittags die Rückreise angetreten. Freut euch auf die nächsten Zusammenfassungen aus dem immer noch sehr sonnigen und warmen Norwegen. (Achja das Wetter hatte ich ja gar nicht erwähnt!!! Sonne, keine Wolken, strahlend blauer Himmel und super zum Sonnen. Haha an euch in Deutschland im Regen ;) )
med vennlig hilsen fra Norge
~Stjernen